Feb 04 2008

Wie geht das?

Published by ckuhl

 nscn8468moribana-hirsch.JPG Was brauche ich?

  • Ein Tuch, um darauf das Werkzeug abzulegen
  • eine Ikebana-Schere - zu Beginn geht es natürlich auch mit einer Gartenschere
  • ein Gefäß, abhängig von der Ikebana-Form (zu Beginn meist eine Schale, etwa 25 -30 cm Durchmesser, flacher Boden, Rand etwa 3-4 cm hoch)
  • einen Kenzan (=Blumenigel)
  • Zweige und/oder Blumen je nach geplantem Arrangement

Wo soll ich das alles hernehmen?

Vor der ersten Unterrichtsstunde ist eine Besprechung mit mir sinnvoll, dabei können noch offene Fragen geklärt werden. Ich bin auch gerne bereit, die ersten Male jeweils Gefäß und Kenzan zur Verfügung zu stellen.  (Kenzane sind bei uns leider meist gar nicht oder jedenfalls in schlechter Qualität erhältlich. Ich bestelle sie daher von Zeit zu Zeit über einen deutschen Zubehör-Händler aus Japan.) Auch bei der Pflanzenauswahl und -beschaffung kann ich natürlich behilflich sein.

Wie läuft so ein Ikebana-Unterricht eigentlich ab?

Der Ikebana-Lehrer/die Ikebana-Lehrerin macht das Arrangement vor, die Schüler/innen schauen zu. Anschließend versucht jede/r, das Arrangement nachzuarbeiten. Dabei zeigt sich immer, daß jedes Arrangement anders wird - die Zweige, die Blumen und auch die Schüler/innen sind eben verschieden, und das sieht man im Arrangement. Hilfreich ist es, wenn während der Arbeit Stille herrscht - dann ist es leichter, sich auf die Arbeit zu konzentrieren und selbst zur Ruhe zu kommen. Wer fertig ist, räumt seinen Platz auf, die Lehrerin kommt zur Korrektur. Die anderen Schüler/innen können bei den Korrekturen zusehen. (Viele sagen, daß man dabei am meisten lernt.) Das fertige Arrangement wird nach Hause mitgenommen; meist verändert es sich allerdings durch den Transport, es ist daher auch sinnvoll, es gleich zu zerlegen und daheim neu wieder aufzubauen.

Wie lang muß man lernen, bis man Ikebana kann?

Das Schöne am Ikebana ist, daß man immer weiter lernt. Ikebana zu arrangieren ist zugleich eine Schule des Schauens, je länger man sich damit beschäftigt, desto mehr Einzelheiten nimmt man wahr. Man geht dann auch durch die Natur mit anderen Augen und  z. B. schön geschwungene Äste, kleine Knospen, Blattformen, jahreszeitliche Veränderungen werden bewußter wahrgenommen. Die Kunst besteht darin, immer ein Anfänger zu sein - immer wieder neu zu schauen!

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